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05.07.2018

 

Ritter des Ordens vom Niederländischen Löwen

Hohe Auszeichnung für Professor Nasser Kalantar-Nayestanaki


Professor Nasser Kalantar-Nayestanaki (links) und der Bürgermeister von Groningen, Peter den Oudsten bei der Ernennung zum Ritter des Ordens vom Niederländischen Löwen. Foto: University of Groningen

Durch seine wissenschaftliche Tätigkeit hat Professor Nasser Kalantar-Nayestanaki eine jahrelange Verbindung zu GSI und FAIR. Foto: Elmer Spaargaren

Professor Nasser Kalantar-Nayestanaki ist zum Ritter des Ordens vom Niederländischen Löwen ernannt worden. Die Auszeichnung, den ältesten und höchsten zivilen Verdienstorden in den Niederlanden, erhielt er für seine Leistungen in der kernphysikalischen Forschung und für sein gesellschaftliches Engagement. Kalantar-Nayestanaki hat durch seine wissenschaftliche Tätigkeit eine jahrelange Verbindung zu GSI und FAIR, unter anderem ist er Mitglied und früherer Sprecher der internationalen NUSTAR-Kollaboration und Vizepräsident der GSI Exotic Nuclei Community (GENCO).

 

Der gebürtige Iraner Nasser Kalantar-Nayestanaki forscht und lehrt als Professor für experimentelle Kernphysik am KVI-Center for Advanced Radiation Technology an der Universität Groningen in den Niederlanden und hat sich vor allem als Pionier auf dem Gebiet der Kräfte, die zwischen sehr kleinen Kernteilchen eine Rolle spielen, international einen Namen gemacht. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem auf Systemen aus wenigen Nukleonen, Strukturen exotischer Kerne und Hadronen-Spektroskopie. Dank Kalantar-Nayestanakis herausragender Forschung hat sich die Berechnung der Kräfte in Systemen, die aus drei Teilchen bestehen, stark verbessert. Seine mehr als 350 Publikationen werden weltweit oft zitiert. 2013 wurde er zum Fellow der American Physical Society ernannt, im Jahr 2017 wurde er zum Mitglied der Academia Europaea gewählt.

 

Nasser Kalantar-Nayestanaki ist auch am FAIR-Forschungsprogramm beteiligt, vor allem durch die NUSTAR-Kollaboration, eine der vier wissenschaftlichen Säulen des künftigen Beschleunigerzentrums. Sein Schwerpunkt liegt dabei auf der Erforschung von Materie unter extremen Bedingungen. Als NUSTAR-Sprecher hatte er auch die Rolle des Vertreters der mehr als 850 beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus gut 40 Ländern übernommen.

 

Neben seinen zahlreichen akademischen Aktivitäten setzt sich Kalantar-Nayestanaki für die Interessen anderer ein, beispielsweise in der Mitarbeitervertretung der Universität Groningen oder viele Jahre als Vorsitzender des Minderheitenrats in Groningen, der die Gemeinde in sozialen Fragen beraten hat.

 

Über die Auszeichnung zeigte sich Nasser Kalantar-Nayestanaki sehr erfreut: „Ich fühle mich sehr geehrt, die Auszeichnung gibt mir einen zusätzlichen Antrieb, meinen Weg mit Engagement und wissenschaftlicher Neugier weiter zu gehen.“ Gespannt ist der Kernphysiker auch auf die weltweit einmaligen Forschungsmöglichkeiten bei FAIR: „In Kombination mit anderen Studien, an denen ich ebenfalls beteiligt bin, werden wir beispielsweise viel Neues darüber erfahren, wie die Elemente in Sternen entstanden sind und welche Eigenschaften sie haben. FAIR bringt wirklich das Universum ins Labor.“

 

Der Orden vom Niederländischen Löwen wird seit dem 19. Jahrhundert im Namen des Königs an Personen verliehen, die sich in besonderer Weise um die Gesellschaft verdient gemacht haben. Gestiftet wurde der Orden durch König Wilhelm I., Großmeister ist der jeweilige amtierende Monarch der Niederlande. Unter den Ordensträgern finden sich Wissenschaftler, Künstler und erfolgreiche Sportler. (BP)

 

 




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